Interview mit den Co-Präsidentinnen des Backclubs Solothurn

Interview mit den Co-Präsidentinnen des Backclubs Solothurn

Die Zwillingsschwestern Jelena und Mandi sind die Co-Präsidentinnen des Solothurner Backclubs, welchen sie letztes Jahr gegründet haben. Im Interview erzählen sie uns ihre Erfahrungen.

Ihr habt vor mehr als einem Jahr den Backclub Solothurn gegründet. Was sind eure Erkenntnisse?

Jelena: Wir sind tatsächlich schon 1 Jahr alt. Wow. Momentan lernen wir noch zu laufen. Der Backclub hat in der Region auf grosses Interesse gestossen. Wir haben sehr viel Lob erhalten, was mich natürlich sehr berührt und freut. Ich habe aber auch gemerkt, dass meine Küche viel zu klein ist (lacht). Zukünftig überlegen wir uns, einen externen Raum mit einer Küche für unsere Backevents zu mieten.

Mandi: Wir haben viele tolle Erfahrungen gesammelt, vor allem sind Freundschaften zwischen den Mitglieder entstanden. An den Backevents ist die Stimmung immer ausgelassen und alle helfen mit. Es ist, als ob eine Grossfamilie zum Backen an einen Tisch zusammenkommen würde, so wie man das vielleicht aus dem TV kennt. Zucker verbindet.

Warum habt ihr den Backclub überhaupt gegründet?

Jelena: Das ist ganz einfach. Ich liebe es zu backen. Ich wollte mich mit Personen verbinden, die die gleiche Leidenschaft dafür haben. Es ist mir jedoch auch sehr wichtig, dass der Backclub nicht nur backt, sondern auch sozial engagiert ist. Der Backclub unterstützt mit seinen Einnahmen Non-Profit-Organisationen, die in der Schweiz aktiv sind und sich vor allem um das Wohl von Mutter und Kind kümmern.

Mandi: Unsere Leidenschaft wollten wir andern weitergeben und sie auch motivieren selbst was zu backen. Jede:r mag Kuchen oder Torten. Oder gibt es wirklich da draussen jemanden der das nicht mag? Falls ja, bitte melde dich und komm an einen Backevent vorbei. 

Was sind eure Ziele mit dem Verein?

Jelena: Wir haben letzten Monat eine Aktion mit dem Namen «Donutation» zur Unterstützung des Internationalen Frauentags organisiert und so Fr. 400.- gesammelt, welche wir an die Dachorganisation Frauenhäuser Schweiz gespendet haben. Unser Ziel ist es, mehr solcher Spenden-Backevents zu organisieren.

Mandi: Wir möchten soziale Kontakte unter den Mitglieder fördern. Spenden an Non-Profit-Organisationen – speziell an Institutionen, bei der es um Kinder und Frauen geht.

Erzählt mir mehr über «Donutation 2022».

Mandi: Anfangs März 2022 haben sich alle Mitglieder in Jelenas Wohnung in Solothurn getroffen. In ihrer Küche haben wir um die 170 Donuts gebacken und anschliessend dekoriert. Ich glaube, dass ihre Wohnung noch immer nach Oel stinkt (lacht). Die meisten Donuts haben wir in Solothurn und Umgebung via Social Media und Freunden und Bekannten verkauft. Das Interesse war riesig, was uns sehr beeindruckt hat. Wir hatten vorher keine Erfahrungswerte und wussten nicht, was uns erwartet. Der Erfolg von Donutation hat uns gezeigt, dass ein soziales Engagement sehr vielen Personen wichtig ist.

Jelena: Meine Küche stinkt glücklicherweise nicht mehr. Der Erfolg dieser Aktion hat mich bestärkt, noch mehr solcher Events zu organisieren.

Mit euren Aktionen möchtet ihr vor allem Frauen und Kinder unterstützen, warum?

Jelena: Erstens, weil ich selber eine Frau bin. Zweitens, weil es für mich wichtig und richtig ist, Frauen und Kinder zu unterstützen. Sie sind unsere Zukunft. Ich weiss nicht, ob es allen klar ist, aber die Schweizer Frauenhäusern sind überfüllt. Durch Corona ist die Situation noch schlimmer geworden.

Mandi: Ich finde, dass Frauen sich gegenseitig mehr unterstützen und pushen sollten. Schon nur jemandem zuzuhören, kann so viel ändern und helfen.

Was treibt euch an?

Jelena: Die Gemeinschaft, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können, etwas Gutes zu tun, aber auch kreativ sein zu können.

Mandi: Hunger (lacht).

Was inspiriert euch zum Backen?

Jelena: Ich backe nie zweimal das gleiche, ausser Pavlova und Medovik, weil ich neue Rezepte liebe. Ich studiere diese zuerst und plane so den ganzen Backprozess im Voraus, wenn man dem überhaupt Prozess sagen kann. Falls mir etwas nicht gefällt, ändere ich es und mache das Rezept zu meinem. Das macht mega Spass. Auch zur Dekoration mache ich mir viele Gedanken. Mein Ziel ist es immer, dass das Dessert schmeckt, aber auch gut aussieht.

Mandi: Das Interesse, was Schönes und gleichzeitig was so Leckeres zu kreieren.

Jelena und Mandi, Co-Präsidentinnen des Backclubs Solothurn
Jelena und Mandi, Co-Präsidentinnen des Backclubs Solothurn

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